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Durch einen Hinweis aus dem Freundeskreis wurde ich auf den Wettbewerb um den Wuppertaler Fotopreis 2018 aufmerksam. Thema war „Mein Viertel“. Der Wuppertaler Fotopreis wird gemeinsam von der Volksbank im Bergischen Land eG, dem Druckhaus Ley + Wiegandt sowie der Wuppertaler Rundschau organisiert.

Da der Einsendeschluss kurz bevor stand, schnappte ich mir die Kamera und begann, das Luisenviertel in Wuppertal nach geeigneten Motiven zu durchsuchen. Ich wählte dieses Viertel, weil es als Wuppertals „Altstadt“ und als Ort der vielseitigen kleinen Läden und gemütlichen Gastronomiebetriebe bekannt ist. Auch als Nachbarstädter (aus Remscheid) zieht es mich immer gern dort hin, z.B. zur Weihnachtszeit oder zum beliebten Luisenstraßenfest.

Ein spezielles Motiv hatte ich bereits im Kopf, weil es mir schon früher als origineller Beitrag zur Verkehrsberuhigung vor einem immer gut frequentierten Biergarten aufgefallen war und – wie ich glaube – etwas von der lockeren und angenehmen Stimmung im Viertel transportiert. Letztlich wurde es dann auch mein Wettbewerbsbeitrag:

Einige Wochen später – die Überraschung: mein Bild war angenommen und aus über 200 Einsendungen unter die ersten 12 gewählt worden. Das heisst, es wird im Fotopreis-Kalender 2019 abgedruckt! Zu den extra prämierten Plätzen 1-3 hatte es zwar nicht gereicht, aber das tat meiner Freude keinen Abbruch. Zumal jeder Finalist zur Siegerehrung im Haus des Druckhauses Ley + Wiegandt eingeladen wurde, sein Bild im Großformat mitnehmen konnte und auch noch ein Paket mit 10 Fotopreiskalendern und Motivpostkarten zugesandt bekam.

Der Fotopreis ist ein toller Wettbewerb, der individuelle Sichten auf Wuppertal präsentiert und ein guter Anlass ist, sich bewusster mit den schönen Seiten Wuppertals zu befassen und diese ins Bild zu setzen.

Klare Teilnahmeempfehlung für Wuppertaler und Wuppertalfreunde!

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Grundlage des Films Bang Bang Club ist die Autobiographie der Fotojournalisten und Kriegsfotografen Greg Marinovich und João Silva, die als Teil einer Gruppe von Kriegsfotografen den Niedergang der Apartheid von 1990 bis 1994 als Pressefotografen miterlebten und dokumentierten. Nach ersten internationalen Erfolgen (Pulitzer-Preis) wurde die Gruppe in einem südafrikanischen Magazin als „Bang Bang Club“ bezeichnet, ein Spitzname, der lautmalerisch (Schussgeräusche) Bezug nimmt auf die Arbeits- und Lebensumstände der Fotojournalisten in diesem Umfeld.

Der Film beschreibt deutlich die Ambivalenz der Situation, in der sich die jungen Fotografen befinden.

Sie sind bei ihrer Arbeit dem Grauen der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Inkhata und ANC z.T. unter eigener Lebensgefahr ausgesetzt und können in der wenigen Zeit abseits der Kämpfe oft nur im Rausch „abschalten“, ohne die Bilder von Gewalt und Tod wirklich dauerhaft los zu werden. Sie werden für Ihre schockierenden Fotos mit Geld und Auszeichnungen belohnt aber auch mit den Angehörigen der Opfer konfrontiert und den Vorwürfen, vom Leid Anderer zu profitieren. Einige der Fotografen werden verwundet, getötet oder zerbrechen an der psychischen Belastung.

Die Protagonisten werden keinesfalls als moralisch unzweifelhaft dargestellt, ihre Arbeit und damit die Rolle der Presse in Krisenregionen wird kritisch und schonungslos abgebildet. Eine wichtige, neue Perspektive, Krieg im Film zu dokumentieren.

Klare Empfehlung!

Wer lieber das Buch liest (hab‘ ich noch vor…): „Der Bang-Bang Club: Schnappschüsse aus einem verborgenen Krieg“ von Greg Marinovich u. Joao Silva (2015, Verlag Das Wunderhorn, ISBN-10: 3884234870, ISBN-13: 978-3884234877)

Einem der Autoren der Buchvorlage, João Silva, wurde ein Kapitel in dem von mir empfohlenen Buch Bilderkrieger gewidmet.

Regie: Steven Silver, Darsteller: Ryan Phillippe, Malin Akerman, Taylor Kitsch u.v.A.m.
ASIN: B0058M71TS (BluRay)

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Bisher habe ich unter willart.de meine Fotos als auch meine Informationen, Kommentare, Buch-, Film- und Technik-Tipps sowie kleine Tutorials rund um die Photographie veröffentlicht. Da die dort genutzte Software koken (eine kostenloser Webseitengenerator für Fotografen, Designer und Creative) für die Bilddarstellung optimiert ist, suchte ich nach einer schlichten aber leistungsfähigen Oberfläche für Textbeiträge. Dies ist mir mit textpattern (einem ebenfalls freien Blog- und Content-Management-System) gelungen. Damit sind Blogbeiträge schnell und übersichtlich zu gestalten, besser als in der Bildgalerie je möglich.

Somit kann ich „best of both worlds“ nutzen…

LG, WillArt

P.S.:
Die bisherigen Beiträge habe ich datumsgerecht einsortiert…

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Anfang 2018 habe ich mir, angeregt durch etliche gute Testergebnisse und positive Aussagen im Netz, die Sony Alpha6000 angeschaut und war schlichtweg begeistert.
Obwohl ich seit ca. 40 Jahren treuer Nikon-Knipser bin (von der Nikkormat über die F2, die D70, D200 bis zur D7100), war ich von Bildqualität (vor Allem: Dynamikumfang), Autofokus und Bildfolgeleistung der Sony Alpha6000 überrascht. Zusammen mit den handlichen Abmessungen war der günstige Preis letztlich überzeugend. Verglichen mit den Nachfolgemodellen Alpha 6300 und Alpha 6500 war das bereits 4 Jahre alte Modell für mich als „nur“ Fotograf in jedem Fall die richtige Wahl. Hinzu kommt, dass per Adapter alle Nikon-Objektive an der Alpha6000 verwendet werden können. Mein einfacher Adapter (ca. 25 EUR) unterstützt zwar nur manuelle Fokussierung und Blendenwahl, dies ist aber – wenn man nicht gerade Sportfotografie betreibt – mittels der optischen Einstellhilfe „focus peaking“ kein Problem. Das Sony 18-135mm-Zoom (entspricht 27-202mm Kleinbild) anstatt des 16-50mm-Kit-Objektivs lässt aber qualitativ kaum Wünsche offen, so dass ich nur in besonderen Fällen auf ein Nikon-Objektiv zurückgreife (z.B. das 50mm/1.4).

Während Filmer sicher besser bei einem der neuen Modelle aufgehoben sind, bietet die Alpha6000 alles, was der ambitionierte Amateurfotograf braucht. Im verlinkten Video wird das nochmal verdeutlicht.

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Mit „Grafiction“ bezeichne ich digital erstellte, nicht real umgesetzte Graffiti oder Streetart (also „Fictional Graffiti“)… Einige Beispiele findest Du im Album „Street Art“. In der Folge möchte ich eine kleine Anleitung geben, wie solche Fantasie-Bilder entstehen. Ich benutze Photoshop CC, jedoch können solche Bilder mit jeder Bildbearbeitungssoftware erstellt werden, die Ebenen verarbeiten und diese miteinander „verrechnen“ und „überlagern“ kann (z.B. das kostenlose Gimp). Im Tutorial benutze ich generell den Begriff Graffiti, auch wenn dieser überwiegend für Schriftzüge, sog. Tags oder Ähnliches verwendet wird. Meine Fotovorlagen sind mehr mit Schablonengraffitis zu vergleichen, die figürliche Motive haben…

Schritt 1: Zu bearbeitendes Bild laden…

Schritt 2: Graffiti-Vorlage laden…

In diesem Fall ist die Vorlage recht dunkel, deshalb erstelle ich eine Kopie als neue Ebene und passe diese mit den Korrekturmöglichkeiten der Bearbeitungssoftware (Tonwertkorrektur, Helligkeit/Kontrast bzw. wie hier „Tiefen/Lichter“) so an, dass ich die Konturen leicht freistellen kann…

Die Freistellung führe ich mit dem einfachen Lassowerkzeug durch, da es hier nicht auf Präzision ankommt. Beim freigestellten Motiv reduziere ich die Farben/Grauwerte per „Tontrennung“ auf 2 oder 3 um ein plakatives Bild zu erhalten, das in der Realität für das Ausschneiden von Sprühschablonen geeignet wäre.

Mit dem „Zauberstab“ wähle ich nun die einzelnen Farbbereiche aus (hier: weiß, grau und schwarz) und erstelle für jede Farbe eine Ebene (die dunkelste nach oben)

Diese Ebenen kopiere ich nun in das Zielbild, spiegele sie in diesem Fall und passe sie per Transformation/Verzerren so an, dass sie auf der Zielwand realistisch aussehen.

Nun stelle ich den Ebenen-Verrechnungsmodus auf „Ineinanderkopieren“ (Photoshop!) und der erste Eindruck einer etwas verwitterten Spray-Grafik wird sichtbar.

Die mittlere (graue) Ebene in unserem Beispiel mittels Tonwertkorrektur etwas aufhellen, damit sie nicht komplett unsichtbar wird, und lege einen leichten Weichzeichnereffekt darauf, um den Sprühnebel des Graffiti zu simulieren.

Dann dupliziere ich die schwarze Ebene und lege sie im Verrechnungsmodus „Normal“ über die anderen Ebenen. Dadurch kann ich die (schwarzen) Hauptkonturen da deckend erhalten, wo ich es benötige. Wo ich die Farbe gealtert/abgeblättert erscheinen lassen will, radiere ich diese in der schwarzen „Normal“-Ebene mit einem strukturierten Pinsel und unterschiedlicher Intensität entsprechend aus…

Zum Schluss simuliere ich mit einem dünnen, weichen Pinsel laufende Farbspuren an nach unten weisenden Rundungen oder Spitzen des Motivs.

Das war’s auch schon. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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