Blüten im Eis
In dem Fotoprojekt wurden mehrere kleine, weiße bis hellgelbe Blüten und Knospen, eingeschlossen in einem einzelnen, nahezu perfekten, großen Eiswürfel vor einem tiefdunklen, fast schwarzen Hintergrund abgelichtet.
Die Oberfläche des Eises ist nicht vollkommen klar, sondern weist kleine Luftbläschen und feine Risse auf, die dem Würfel eine zusätzliche Textur und Tiefe verleihen. Das Licht, das den Eiswürfel von oben oder der Seite beleuchtet, lässt das Eis transparent und glänzend erscheinen und betont die filigrane Struktur der gefrorenen Blüten. Der Kontrast zwischen dem hellen, leuchtenden Eis und dem dunklen, leeren Hintergrund verstärkt die Plastizität des Motivs.
Die Reiz dieses Bildes liegt im Gegensatz zwischen dem Symbol für Leben und Wärme (der Blume) und dem Symbol für Stillstand und Kälte (dem Eis). Die Blume, die normalerweise für Wachstum, Zerbrechlichkeit und kurze Blütezeit steht, ist „in der Zeit“ eingefroren und auf makabre Weise konserviert. Die Schönheit ist bewahrt, aber gleichzeitig unzugänglich und der Vergänglichkeit geweiht, da sie sich nicht weiterentwickeln kann.
Die Bilder soll den Betrachter zur Reflexion über die Natur von Zeit, Schönheit und Vergänglichkeit anregen.




